Werwölfe - Wolfskunde

Was ist ein Werwolf?

Was sind Werwölfe?

 

Werwölfe sind geheimnisvolle Wesen. In vielen Geschichten werden sie als grausame Bestien beschrieben, die heimtückisch Menschen überfallen, sie gar in der Luft zerfetzen und deren Fleisch fressen. Bestimmt gibt es irgendwo dort draußen auch wilde, furchteinflößende Wölfe, die nichts andres im Sinn haben als anderen Angst und Schrecken einzujagen.

Es gibt aber auch andere! So wie es unterschiedliche Menschen gibt, sind Werwölfe genauso unterschiedlich. Sie können sehr sanftmütig sein, verspielt, neugierig, aber natürlich auch sehr gefährlich. Werwölfe sind Menschen, die sich zu Vollmondnächten in einen Wolf verwandeln. Die Verwandlung ist schmerzhaft. Das wird sich nie ändern können. Es hat auch Vor- und Nachteile ein Wolf zu sein. Es gibt nicht nur Werwölfe, die durch einen Biss zu einem Werwolf werden, sondern auch geborene Wölfe, die seit ihrer Geburt die Bestimmung haben sich in Vollmondnächten zu wandeln.

 

Der Biss:

 

Nur der Biss eines Werwolfes löst die Verwandlung später aus. Die Person muss vorher gebissen worden sein, um wirklich zu einem Wolf werden zu können. Der Speichel des Werwolfes hat dabei die entscheidende Rolle. Nur wenn dieser in die Blutbahn des Opfers gerät, kann jener ‚infiziert’ werden und dadurch selbst zum Werwolf werden. Ein anderer Kontakt mit dem Werwolf löst die Infektion nicht aus. Nur der Speichel, mehr nicht.

 

Die Vererbung:

 

Das Werwolfsgen kann durchaus vererbt werden. Jedoch nur, wenn mindestens einer des Elternpaares selbst ein Werwolf ist. Ist ein Teil des Elternpaares ein Werwolf, so besteht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind dieses Gen vererbt bekommt. Sind beide, Mutter und Vater, ein Werwolf, so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Kind als Werwolf zur Welt kommt.

 

Die Verwandlung:

 

Die Verwandlung zu einem Werwolf kann natürlich nur stattfinden, wenn die betreffende Person vorher von solch einem gebissen worden war oder wenn die Person als Werwolf auf die Welt gekommen ist. Personen, die als Werwolf auf die Welt gekommen sind, verwandeln sich nicht sofort bei der ersten Vollmondnacht. Das Werwolfsgen entfaltet sich erst frühestens im Alter von 6 Jahren. Erst ab diesem Alter kann die Verwandlung stattfinden, allerdings ist sie bei Vererbten nicht so schmerzhaft wie bei Gebissenen.

 

Wurde man gebissen (oder wurde es vererbt und man hat das entsprechende Alter erreicht) dann passiert erst die Wandlung, wenn der nächste Vollmond am Himmel steht. Der Schmerz ist dabei das schlimmste von allem, wenn die Sehnen im Körper reißen, die Knochen brechen und das Innere sowie das Äußere sich komplett neu anordnen und formen. Durch diesen Schmerz kann es passieren, dass derjenige dem Wahnsinn verfällt, weil er es nicht ertragen kann. Eine tragische Leidensgeschichte.

 

Die Kleidung zerreißt natürlich bei der Verwandlung, falls man sie nicht vorher abgelegt hat. Bei der Rückwandlung von Wolf zu Mensch, kehrt keine Kleidung zurück. Das wäre völliger Blödsinn. Woher sollte diese auch kommen? Derjenige steht dann nackt da. Ein Werwolf sollte sich also lieber irgendwo vorher die Sachen bereit legen.

 

Gesinnung:

 

Dass Werwölfe nur böse sein müssen, ist Unfug. Es gibt genügend Beispiele für Werwölfe, die nicht durch und durch böse sind. Jedoch ist es in den meisten Fällen so, dass Werwölfe einfach viel zu misstrauisch gegenüber Fremden sind, da vor allem Menschen die Neigung dazu haben Werwölfe zu jagen, sie ausmerzen zu wollen und ihnen damit nur Schaden zufügen. Wölfe können durchaus gut sein, hilfsbereit, aber es muss dafür auch schon einen besonderen Grund geben. Trotzdem sei geraten, dass man keinem Werwolf einfach so vertraut und ihn als ‚Kuschelwolf’ ansieht. Wer diesen Fehler begeht, kann schneller dem Tod entgegen gehen, als einem lieb ist.

 

Der Vollmond:

 

Der Vollmond ist natürlich sehr entscheidend bei der Verwandlung. Er löst die aller erste Verwandlung aus und ist auch bei den weiteren nicht unwichtig. Ein Werwolf kann mit der Zeit, großer Willensstärke und Übung seine Verwandlung kontrollieren, wenn er es will! Das bedeutet, dass er sich auch außerhalb von Vollmondnächten verwandeln kann, wenn er die Kontrolle erlangt hat. Jedoch kann er es nicht verhindern eben bei solchen Nächten sich nicht zu verwandeln. Steht der Vollmond am Himmel erfolgt auch auf jeden Fall die Wandlung zum Wolf!

 

Wahnsinn - Zwei Persönlichkeiten:

 

Die erste Verwandlung kann bei der betreffenden Person durchaus den Wahnsinn auslösen, wenn die Schmerzen für jenen einfach zu groß sind. Dadurch können bleibende Schäden entstehen, ein Leben im Irrsin. Wenn man Glück hat übersteht man diesen Wahnsinn und kann ‚normal’ weiter leben ohne dass man für verrückt erklärt werden muss. Dabei kommt es wohl vor allem auf die Willensstärke an und darauf wie viel Schmerz man aushalten kann. Dabei spielt es keine Rolle ob der eigene Körper muskulös oder ob man nur ein schwächliches Wesen ist.

Bei manchen Verwandlungen kann es auch vorkommen, dass man den inneren Wolf, der sozusagen in einem geboren wird, wenn man die Wandlung hat, nicht akzeptiert. Das kann entweder auch zum Wahn führen oder aber es bildet sich dadurch eine zweite Persönlichkeit heraus. Schizophrenie kann man es auch nennen. Entweder man weiß, dass man diese zweite Persönlichkeit, den Wolf, in sich trägt und man lernt ihn zu akzeptieren, so dass die Schizophrenie ‚geheilt’ wird, am Ende nur noch eine Persönlichkeit vorhanden ist. Oder man akzeptiert den Wolf nicht und muss damit leben zwiegespalten zu sein. Es kann natürlich auch sein, dass man von seiner zweiten Persönlichkeit nichts weiß und sich an manchen Tagen oder Nächten wundert, wie man an einem anderen Ort gelangt ist usw.

 

Schwächen - Stärken:

 

Ein Werwolf hat viel feinere Sinne als ein normaler Mensch. Die Nase wird empfindlicher, was am Anfang sogar belastend sein kann, vor allem in Städten, wo der Wolf der Meinung sein kann, dass es dort unschön riecht. Aber es hat natürlich auch seinen Vorteil besser riechen zu können. Die Ohren werden auch feiner, man hört viel mehr, als man es vorher konnte. Und die Augen sind auch viel besser im Dunklen. Ist man in der Wolfsgestalt sind diese Sinne sehr gut ausgebildet, in der Menschengestalt sind sie dafür ein wenig zurückgestellt, trotzdem sind sie noch weit aus besser als von anderen Menschen.

Die größte Schwäche ist reines Silber, das tödlich für den Werwolf sein kann. Es brennt in offenen Wunden wie heißes Feuer und grenzt die sonst so guten Selbstheilungskräfte des Wolfes arg ein.

Natürlich können auch ganz normale Waffen einem Werwolf schädigen! Werwölfe sind keineswegs unverwundbar. Sie haben nur eine sehr gute Selbstheilung weswegen viele, vor allem kleinere Wunden schneller verheilen, als bei normalen Menschen.

 

 

Die Wolfsarten

 

Werwölfe leben im Rudel. Das ist allgemein bekannt. Aber die wenigsten wissen, dass ursprünglich fünf verschiedene Rudel existiert haben, als die Werwölfe noch nicht so weit verbreitet waren. Diese fünf Rudel haben ihre speziellen Besonderheiten, woran man sie erkennen kann. Sie sind quasi die fünf Wolfsarten in Caeran. Im Laufe der Zeit hat sich das Blut unter den Wölfen vermischt, so dass auch verschiedene Mischlinge zur Welt kamen und verschiedene Besonderheiten aus verschiedenen Arten besitzen.

 

Die Namen der Wolfsarten wurden von den Namen der Ursprungsfamilien abgeleitet.

 

 

Themal Wölfe

 

Diese Wölfe leben im südlichen Westen, auf Lykos, Miras und um Nangor herum. Sie sind die besten Schwimmer aller Wölfe, besitzen meistens ein helles Fell und besonders reinblütige Themaler Wölfe, die auch aus der direkten Blutlinie stammen, besitzen goldene Augen und meist ein goldenes oder weißes Fell. 

Typisch für Themaler Wölfe ist die lange buschige Rute, der Fellkamm über dem Kopf und das sonst relativ kurze helle Fellhaar. Sie haben selten Flecken und treten meistens einfarbig auf mit wenigen Akzenten. Aus der Ursprungsfamilie sollen viele Künstler hervorgegangen sein (Bildende Kunst, Musik sowie Schauspiel).

 

 

Mac Beth Wölfe

 

Sie sind die kleinsten Wölfe in Caeran, jedoch sehr wendig und grazil gebaut. Ihre Fellfarben sind gedeckter und umfassen die ganze Palette an Brauntönen. Dadurch sind sie der Umwelt ideal angepasst. Sie können durchaus auch mal diverse Fellflecken aufweisen. Ihre Ohren sind sehr lang, die Rute kurz und spitz zugeschnitten und sie sind die schnellsten Läufer. 

Mac Beth Wölfe sind dafür bekannt ganz besonders familiär zu sein. Die Familie geht ihnen über alles. Die Mac Beth sind im Nordwesten verbreitet, an der Küste. 

 

 

Nyos Wölfe

 

Die Nyos Wölfe haben sich vorzugsweise im Norden angesiedelt, was bis in den Osten reicht. Sie leben eher zurückgezogen und für sich. Nichts destotrotz sind sie die größten Wölfe in Caeran, haben dunkle Fellfarben, meistens schwarz und wechseln die Fellfarbe sogar im Winter zu weiß. Sie sind kälteren Regionen durch ihr langes Fell angepasst und trotzen dadurch jeden tiefen Temperaturen. Sie vermeiden, wenn möglich in zu warme Länder zu reisen. 

Ihnen sagt man nicht nur körperliche Stärke nach, sondern auch Willenskraft. Sie stehen für die alten Tugenden und kämpfen unerschocken für ihr Rudel und ihre Prinzipien. Mit einem Nyos Wolf sollte man sich nicht anlegen.

 

 

Cardamon Wölfe

 

Sie sind schlank wie Mac Beth Wölfe, jedoch etwas größer. Außerdem besitzen sie lange Beine, die in der Regel eine dunkle Farbe aufweisen im Gegensatz zu ihrem sonst eher rötlich gefärbten Fellen. Sie besitzen zudem meistens auch helle Brustfellhaare. 

Cardamon sind fast genauso schnell wie Mac Beth, aber nur fast. Was sie nicht mit Schnelligkeit ausgleichen können, schaffen sie mit ihrer List allemal. Sie sind intelligent und zäh, versuchen aber wenn möglich eine Konfrontation aus dem Weg zu gehen, wenn es sich vermeiden lässt. Cardamon Wölfe sind im südlichen Zentrum bis in den Osten verbreitet und sehr gesellige und lebensfrohe Wesen.

Vom Rücken bis zum Rutenansatz haben sie einen Fellkamm aufzuweisen.

 

 

Monthess Wölfe

 

Ähnlich wie die Nyos Wölfe sind auch die Monthesswölfe sehr groß. Sie unterscheiden sich jedoch von dieser Wolfsart, in dem sie eine Gesichtszeichnung haben, die meistens von den Augen ausgeht und schwarz gezeichnet ist während die restlichen Fellfarben heller als schwarz sind. In der Regel sind sie sogar ganz hell, da sie im warmen Süden beheimatet leben. Sie sind massig und keine so schnellen Läufer wie Mac Beth oder Cardamon, weswegen sie lieber auf ihre Stärke zurückgreifen.

Monthess Wölfen wird jedoch nachgesagt, dass sie sehr viel aggressiver als andere Wolfsarten sind. Sie zu reizen, kann durchaus tödlich enden. In den Nyos Wölfen sehen sie starke Konkurrenten.